Artikel in der Kategorie 'Knaller des Monats'


Meilenstein für die betriebliche Altersversorgung: Kabinett beschließt Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung über 2008 hinaus

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung beschlossen.
Mit dem Gesetzentwurf wird die Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung in selber Form und Höhe wie bisher über 2008 hinaus unbefristet fortgesetzt. Außerdem wird das Lebensalter für die Unverfallbarkeit von arbeitgeberfinanzierten Betriebsrentenanwartschaften vom 30. auf das 25. Lebensjahr abgesenkt.

Die neben der ohnehin geltenden Steuerbefreiung nun ebenfalls fortgesetzte Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung schafft eine solide und dauerhafte Grundlage für die Förderung der betrieblichen Altersversorgung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten dadurch ebenso wie Arbeitgeber Planungssicherheit. Anreize und Attraktivität beim Aufbau von Betriebsrentenanwartschaften bleiben voll erhalten. Der mit der Rentenreform 2002 eingeleitete Auf- und Ausbau kapitalgedeckter zusätzlicher Altersvorsorge kann und muss auf breiter Front weitergehen.

Diesem Zweck dient auch die zweite wichtige Weichenstellung, die die Bundesregierung mit dem Gesetzentwurf vornimmt: Wer - im Unterschied zur allein vom Arbeitnehmer bestrittenen Entgeltumwandlung - arbeitgeberfinanziert eine Zusatzvorsorge für das Alter aufbaut, konnte bisher die so gebildeten Anwartschaften trotz 5-jährigen Bestehens verlieren, wenn er vor Erreichen des 30. Lebensjahrs den Job wechselte oder aus anderen Gründen aus dem Betrieb ausschied. Künftig sind neue Betriebsrentenanwartschaften schon ab Vollendung des 25. Lebensjahrs unverfallbar, also sicher. Das hilft dabei, möglichst frühzeitig mit dem Aufbau einer Zusatzrente zu beginnen. Und es ist besonders für junge Frauen und Familien positiv, die künftig bei der Jobpause oder -aufgabe wegen Geburt und Kinderziehung die aufgebauten Anwartschaften voll behalten.

Der vom Kabinett beschlossene Entwurf wird zunächst dem Bundesrat zugeleitet, der vor der Beschlussfassung durch den Bundestag Stellung nehmen kann. Bis alles endgültig in trockenen Tüchern ist kann also noch ein bisschen dauern. Was Sie bei uns sofort bekommen können ist kostenlos und unverbindlich ein individuelles Angebot.


Die Deutschen sind zu dick

Endlich haben unsere allseits geschätzten Volksvertreter mal wieder etwas gefunden, was noch nicht gesetzlich reguliert ist. Diesmal geht es um Sport und Ernährung, die Bundesbürger sind nämlich zu dick, das kostet die Krankenkassen eine Menge Geld und deswegen muss das geändert werden. Hier nachzulesen.

Anstatt nun -wie z.B. in Großbritannien bereits seit Jahren bewährt- die Lebensmittleindustrie zu zwingen, ihre Produkte einfach und verständlich zu kennzeichnen, sucht man mal wieder den deutschen Sonderweg, der sich sicher wieder dadurch auszeichnen wird, dass er erst mal gar nicht funktioniert und später dann viel komplizierter sein wird als notwendig (sh. Maut/Kinderbetreuung/Steuersystem…).

Sicher wäre es auch nötig, in Kindergärten und Schulen vermehrt Sport und Ernährungskunde anzubieten, aber das kostet ja Geld und ist somit nicht erwünscht. Da hauen wir mal lieber ein paar Millionen für eine riesige Medienkampagne raus…

Mein Vorschlag: “Führen durch Vormachen”. Ich fände es klasse, wenn Angie Merkel, Kurt Beck, Ulla Schmidt und vielleicht noch der selbsternannte “Gesundheitsexperte” Wolfgang Zöller eine Fasten- und Fitnessgruppe gründeten, mit dem Ziel, bis zum Jahresende gemeinsam 50 Kilo abzunhemen.  (Thierse könnte ähnliches durch eine simple Rasur erreichen, das ist zu einfach, deshalb darf er nicht mitspielen).

Wie würden wir uns freuen, wenn wir täglich um 06.30h via Liveübertragung aus Berlin daran teilhaben könnten, wie die Spitzen der Politik beim Joggen oder im Kraftraum schwitzen, um selbst zumindest annähernd dem Bild des schlanken, ranken, gelenkigen und kerngesunden deutschen Bürgers zu entsprechen, das sie propagieren.

Mein Respekt wäre den Vertretern der politischen Klasse jedenfalls erstmals sicher.