asuro zu Downloadzahlen und Marktführerschaft von Knip

Von Steffen Otte, Geschäftsführer der asuro GmbH.

Den Vergleich der Downloadzahlen (Beitrag) haben wir bei asuro selbstverständlich zur Kenntnis genommen und uns gefreut, dass an asuro gedacht wurde. Dass Knips Downloadzahlen weit über den unsrigen liegen, wundert bei uns niemanden. Mit 15 Millionen im Rücken und einem Jahr längerer Marktpräsenz sollte jeder das Ergebnis erwarten. Ein Vergleich mit z.B. Getsafe wäre evtl. sinnvoller gewesen. Ganz klar ist aber auch: In einem Jahr kann die Welt wieder ganz anders aussehen.

Ist Knip Insurtech-Marktführer?

Die Downloadzahlen sagen nicht genügend über den Erfolg aus und definieren noch lange keinen Marktführer, denn wie viele Kunden nach Konversionsabbrüchen und Stornos letztendlich übrigbleiben, ist daraus nicht ersichtlich. Dennoch könnte man bei Betrachtung des aktuellen Stands durchaus von einer Marktführerschaft Knips‘ sprechen – aus den zuvor genannten Gründen nicht verwunderlich. Dennoch ist das eine Momentaufnahme. Auch Dennis Just wird wissen, dass diese nicht in Stein gemeißelt ist und sich daher nicht auf dem aktuellen Erfolg ausruhen.

Wir schauen immer auf uns, nicht auf unsere Mitbewerber. Uns ist, ebenso wie Knip, Getsafe, Clark und Co bewusst, dass der Markt ausreichend Platz für viele Player bietet. Es werden weitere Insurtechs aus dem Boden sprießen und ebenso werden viele wieder verschwinden. Die Zeit wird zeigen, wer sich letztendlich durchsetzen wird. Interessant wird dabei zu beobachten sein, in welche Richtung sich die einzelnen Player entwickeln. Ich bin mir sicher, dass sich die heute anscheinend identischen Insurtechs in Zukunft voneinander unterscheiden und dadurch auch ihre jeweilige Daseinsberechtigung haben werden.

Unser Verhältnis zu Knip, Getsafe, Clark und Co

Wir kommunizieren miteinander, tauschen uns aus – frei nach dem Motto: in den Farben getrennt, in der Sache vereint. Die Diskussionen im Netz – oftmals von Maklern initiiert – verfolgen auch wir interessiert. Meist sind sie von Panik getrieben. Sprechen wir von Disruption, dann natürlich oft in einem Atemzug mit Maklern, Ausschließlichkeitsvertretern, Vermittlern und Beratern der sog. Old Economy. Das klingt etwas böse, soll es aber nicht sein. Es wird sich im Versicherungsmarkt vieles verändern, was gut ist, denn ohne Veränderung gibt es auch keinen Fortschritt und den hat die Branche dringend nötig. Wer sich hier querstellt, wird zwangsläufig auf der Strecke bleiben.

Den Makler wird es auch in Zukunft geben

Viele Kunden möchten ihre Policen überhaupt nicht auf dem Handy sehen und weiterhin von ihrem Makler persönlich betreut werden – das ist auch gut so. Ebenso wird es sehr viele Kunden geben, die zwar einen digitalen Versicherungsordner haben, dafür jedoch nicht auf ihren Makler verzichten möchten. Auch das ist berechtigt und auch dafür wird es Lösungen geben, sei es in Form von Apps, der Pools oder Whitelabelangeboten von z.B. massUp oder auch einmal von asuro. Wir befinden uns erst ganz am Anfang einer spannenden Entwicklung. Die Sorgen der Makler können wir nachvollziehen und lassen wir dabei nicht außer Acht, schließlich ist asuro selbst aus einem Makler entstanden.

 Über den Autor

Steffen OtteSteffen Otte ist der Ideengeber, Visionär und Querdenker von asuro. Er ist als CTO für die Entwicklung der asuro Technologie zuständig. Steffen konzentrierte sich in seiner Karriere auf die Entwicklung komplexer Anwendungen, der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und das Performance-Marketing. Bei Hoesch & Partner verantwortete er als Senior-Manager die Bereiche Marketing und IT.

 

 

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