Trennungsfehler – so beendest Du Deine Beziehung fair

Trennungsfehler können ganz leicht vermieden werden. Ihr liebt Euch, Ihr verbringt Zeit miteinander und Ihr schwört Euch, den anderen niemals im Leben zu verlassen – egal, was auch passiert. Solche Bekundungen gehören zum Verliebtsein dazu. Doch leider kommt es immer wieder vor, dass Beziehungen, aus welchem Grund auch immer, in die Brüche gehen. Sei es, weil der Partner sich in jemanden anderen verguckt oder die Meinungen und Ansichten nicht mehr stimmen: Trennungen gehören heutzutage zu unserer Gesellschaft dazu. Schon lange werden geschiedene Personen nicht mehr mit einem schiefen Auge angesehen, ganz im Gegenteil. Beinahe jeder kennt eine Person, dessen Ehe nicht funktioniert hat. Bei Paaren, die nicht verheiratet sind, ist die Trennungsrate noch wesentlich höher.
Wenn sich die Beziehung nicht mehr halten lässt, gibt es oft zwei gebrochene Herzen. Während die einen sich zurückziehen und die Bürokratie möglichst schnell hinter sich bringen wollen, können andere die Trennung nicht akzeptieren und gehen dagegen an. Zerkratzte Autotüren, eingeschlagene Fensterscheiben und Beleidigungen sind die Folge. Die Frage, ob es sich hierbei um faires Verhalten handelt, ist überflüssig: Niemand hat das Recht, seinen Expartner aufgrund von einer Trennung so unfair zu behandeln. Doch manchmal regieren die Gefühle den Körper und nicht der Verstand. Um dem Herzschmerz nicht zu sehr ausgesetzt zu sein, kannst Du einige Vorkehrungen treffen:

Trennungsfehler: In Kontakt bleiben und sich regelmäßig sehen

Trennungsfehler
Eine Trennung ist immer unangenehm. Vermeide Trennungsfehler, um es nicht schlimmer zu machen, als es so oder so schon ist.
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Sicher, Ihr habt Euch ein gemeinsames Leben und eine Zukunft aufgebaut. Paare, gerade verheiratete, verfügen oft über den gleichen Freundeskreis. Kein Wunder, dass es kompliziert ist, sich nicht mehr zu sehen und miteinander zu sprechen. Dennoch wird jede Situation, in der Ihr Euch begegnet, komisch sein. Deswegen solltet Ihr darauf achten, getrennte Wege zu gehen und bestenfalls nur noch das Nötigste miteinander sprechen. Organisiert die Trennung sowie den Vermögensausgleich möglich zügig, reicht die Scheidung ein und richtet dann eine Kontaktsperre ein. Nur so kann es Euch gelingen, dass Ihr beide ein neues Leben beginnen könnt. Außerdem verbietet Ihr Euch so selbst, herauszufinden, was der Expartner macht oder auch nicht. Dieses Kontaktverbot ist auch auf die sozialen Medien auszuweiten. Guckt nicht nach, was Euer Partner auf den sozialen Kanälen treibt, schaut vor allem nicht seine Fotos an. Ein solcher Trennungsfehler kann Euch noch lange mit Herzschmerz belagern und versperrt schließlich den Weg in Eure neue Zukunft.

Trennungsfehler: Bürokratische Dinge zu spät regeln

Wer über einen längeren Zeitraum zusammen oder gar verheiratet war, hat sein Leben gemeinsam geplant. Verständlich ist es, dass Versicherungen und Anlagen auf dem Namen beider abgeschlossen wurden. Diese Angelegenheiten müsst Ihr, da Ihr nun getrennte Wege geht, regeln. Hierzu zählt neben dem Einreichen einer Scheidung bei Verheirateten und dem Einhalten des Trennungsjahrs auch der Vermögensausgleich beziehungsweise die Vermögensaufteilung. Wartet damit nicht zu lange, sondern macht einen klaren Schlussstrich. Je länger Ihr damit wartet, desto belastender und schmerzvoller wird es letztlich.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Ihr Euch über die Möglichkeiten informiert. Wem steht was zu? Es ist so beispielsweise ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich das gesamte Vermögen der Eheleute vermischt. Jeder behält sein Vermögen, dass er in die Ehe mit einbringt. Bei einer Scheidung wird lediglich das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen gesplittet.
Bei Sachgegenständen sieht die Situation schon schwieriger aus. Oftmals ist es leicht zu erkennen, wem ein Gegenstand gehört. Ist das Auto beispielsweise auf Deinen Namen angemeldet und Du bist auch der Hauptnutzer des Fahrzeugs, solltest Du es auch erhalten. Sind andere Gegenstände eher von Deinem Partner benutzt und auch bezahlt worden, gilt das Gegenteil. Wenn keine Einigung gefunden werden kann, ist es auch durchaus sinnvoll, einen neutralen Berater einzubeziehen.

Ziehe nicht Deine Freunde in die Trennung mit ein. Sie erweisen sich im Generellen als schlechte Vermittler, da sie nicht objektiv sind und, auch wenn sie eine andere Aussage treffen, unterbewusst bestimmt auf Deiner Seite stehen.

Ein neutraler Vermittler kann einschätzen, welche Gegenstände und Erinnerungsstücke an wen gehen und vermittelt zwischen Euch, ohne, dass Ihr in großartige Streitigkeiten ausbrecht.

Trennungsfehler: Stalken oder online lästern

Trennungsfehler
Fairplay sollte auch bei einer Trennung groß geschrieben werden.
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Sicherlich: Ihr seid beide traurig über das Ende Eurer Beziehung. Dennoch ist dies kein Grund, sich unfair zu verhalten. Viele Expartner kommen nur schlecht mit der Trennung klar und entscheiden sich, den Partner zu stalken. Einige entscheiden sich sogar, online über den Ex zu sprechen und möglicherweise sogar öffentlich zu lästern. Beide Handlungen sind nicht fair und sollten unterlassen werden, da sie auch sehr strenge, rechtliche Schritte mit sich bringen können. Bei Stalking handelt es sich um eine Straftat, die nicht unterschätzt werden darf. Solltest Du also weitreichend Eingriff in das Leben Deines Expartners nehmen, kann dies Konsequenzen für Dich haben. Je nach Schwere der Straftat musst Du so beispielsweise mit einer Freiheitsstraße von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen. Lasse Deinen Expartner lieber sein neues Leben leben und versuche, positiv in die Zukunft zu gucken.
Auch von Beleidigungen oder Lästereien auf den sozialen Netzwerken solltest Du Abstand nehmen. Es ist nicht nur strafbar, sondern macht zudem auch einen schlechten Eindruck. Bringe Deine Traurigkeit lieber auf anderem Weg zum Ausdruck.

Nach einer Trennung positiv in die Zukunft blicken

Die traurige Zeit nach einer Trennung wird irgendwann abebben und Du wirst positiver in die Zukunft gucken können. Hierbei ist es wichtig, dass Du Dein Leben wieder in die Hand nimmst. Sollten Du und Dein Partner vorher Geldanlagen und Versicherungen gemeinsam gemanaget haben, ist es an der Zeit, diese selbst zu regeln. Hierbei ist es durchaus sinnvoll, wenn Du Dich von einem Experten beraten lässt. Ein kompetenter Berater kann Dir aufzeigen, welche Möglichkeiten Du hast und hilft Dir beim Abschluss verschiedener Verträge und Versicherungen. Er hat hierbei auch Deine individuelle Situation im Blick und nimmt Rücksicht auf Deine Wünsche und Anforderungen.
Achte bei der Auswahl des Beraters vor allem auf die Sympathie und eine Vertrauensbasis. Nach einer Trennung möchte man nur ungern ein weiteres negatives Erlebnis erfahren. Nimm Dir deswegen die Zeit, den optimalen Berater für Dich zu finden.

Eine Trennung ist nie ein schönes Ereignis, dennoch solltest Du Dich davon nicht überrumpeln lassen. Vermeide die von uns geschilderten Trennungsfehler, beginne, Dein Leben von vorne aufzubauen. Ein Berater kann Dir im Bereich der Versicherungs- und Finanzfragen helfen, alles zu regeln und den Überblick über die Bürokratie zu behalten.

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